Wow, was für ein Session am gestrigen Tag. Zuerst bei dem Military Training mit Karl-Heinz und Carsten bei der Bundeswehr am frühen Morgen und am Abend an unserem Standort im Rhein-Sieg-Kreis!
training sankt augustin warm upDort erschienen fast 50 Kravisten bei sommerlichen Temperaturen zum regular Training mit unseren beiden Krav Maga Instructoren Chris und Carsten! Nach einem gemeinsamen „warm up“ in der Halle, ging es für die meisten raus auf die Trainings-Freifläche.

Hier stand „teambuidling“ an erster Stelle und einhändige (!) Liegestütze mussten im Team bewältigt werden, gar nicht so einfach und danach war garantiert jeder von uns wesentlich aufgewärmt.

Aufgrund der Größe der Gruppe wurden Basic und Advanced Studends, also Krav Maga Anfänger und Fortgeschrittene zwischen den beiden Trainern aufgeteilt. Chris machte mit der Basic-Gruppe Defenses against front chokes with and without push – Selbstverteidigung gegen Jemanden, der Dich von vorne würgt und dabei noch versucht, dich gegen ein Auto oder eine Wand zu drücken.
Bei Carsten ging es draussen an den Autos und ebenfalls an der Wand heiss her mit jemand bedroht Dich mit einem Messer. Das Messer war allerdings direkt am Hals, was für den ein oder anderen von uns sicherlich nicht nur ein unbehagliches Gefühl verursachte. Hier beim Krav Maga in Sankt Augustin ist natürlich klar, dass ich in gewohnter Trainingsumgebung mit netten Menschen trainiere und es sich „nur“ um ein Gummimesser handelt….aber trotzdem, beim darauf folgenden, stressigem wir machen diese „Defense against knife treath“ mit den Augen zu und reagieren erst, wenn sich das Messer bereits am Hals befindet (O-Ton Carsten: „natürlich lasst Ihr es sonst mit offenen Augen nicht zu“;-) ) schnitt ich mir vor lauter „künstlichem Stress“ fast den eigenen Kopf ab, zum Glück nur mit dem Gummi-Ding hehehe.

Noch unbehaglicher wurde es dann später, als die „Angreifer“ uns „Defender“ (immer im Wechsel natürlich) an die umherstehenden Autos und an die Wand drückten. Das Messer am Hals, mit viel Druck, ich stand bereits auf den Zehenspitzen und dann „wähm“ ! Der Messerarm des Angreifers wird blitzartig nach unten gerissen und mit einer schnellen Drehung klatsche ich diesen gegen die Wand und laufe so schnell es geht weg.

Geile Krav Maga Technik, mehr davon!! Am Schluss gab es den sogenannten „Powerdrill“, dieser bestand darin, dass wir im 3er-Team der stressigen Situation ausgesetzt waren, dass der eine permanent mit hoher Geschwindigkeit auf die Pratze des anderen schlägt, während der „Attacker“ immer wieder mal versucht, das Messer an den Hals zu halten.

training sankt augustinWichtigste Lesson an diesem Tag nebenbei: „hält Dir einer das Messer an den Hals und will deine Wertgegenstände, gib ihm ALLES was du hast“! …warum also dann Krav Maga: „Hält er dir ein Messer an den Hals und möchte deine Autoschlüssel, deine Kinder sitzen im Auto…kämpfe für Dich und deine Familie, mit allen Dir zur Verfügung stehenden Mitteln!“ Ziel dieses Drills, also der ständigen Wiederholung unter physischem und psyschichem Stress war natürlich das Messer erst gar nicht an den Hals zu bekommen 😉 auch wenn das der ein oder andere manches mal Falsch verstanden hatte und sich darauf fixierte die Technik sauber zu machen, doch darum geht es beim Krav Maga Training nicht immer. Meinem Verständnis nach geht es um die richtige Timeline, also die richtige Reaktion zum richtigen Zeitpunkt; wenn ich weglaufen kann, und gerne noch die umherstehenden Autos als Schutz nutzen kann, dann tue ich genau das. Wie immer war es ein super Training! Und am Schluss fand der obligatorische „cool down“ und dem damit verbundenen „nein..ich…gebe..nicht…auf ..“ Übungsspielchen statt.

Sehr geiles, gelungenes Training und wir freuen uns auf Freitag in Sankt Augustin!