Das zweite Krav Alaaf-Seminar 2019 fand am 16.02. bei uns in Köln-Deutz statt und stand unter dem Motto „Mehr als eine Armlänge Abstand“- Selbstverteidigung im Karneval. Unsere Trainer Carsten „Mario“ und Patrick „Luiggi“ ???? führten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer durch dieses spezielle Selbstverteidigungs-Seminar mit lustigem Charakter aber sehr ernstem Hintergrund.

Die Polizeistatistik 2018 zum Karnevals-Auftaktes 2019 in Köln zeigten ein eher ernüchterndes Bild. Circa 50 Verhaftungen bei denen Platzverweise nicht mehr ausgereicht hätte und duzende Anzeigen wegen sexueller Übergriffe, Taschendiebstählen und Körperverletzungen. Aber was mache ich eigentlich selber, wenn betrunkene Jecken an Fastelovend oder auch ausserhalb von Köln Fasching genannt unmittelbar handgreiflich werden oder Bekannte/Kollegen DIR angetrunken viel zu Nahe kommen ohne gleich maximal eskalieren zu müssen?

Seien wir mal ehrlich, das unbeschwerte Feiern an Karneval wie noch vor 11 Jahren ist es heute leider nicht mehr. Die kostümierten Jecken werden leider immer öfters Opfer von Gewalt, sei es die Kneipenschlägerei oder aber auch sexuelle Übergriffe gegen Frauen. Genau darauf ging unser Seminar ein. Es begann also mit Orientierungs- und Partnerübungen, also wie verhalte ich mich alleine oder im team bei Veranstaltungen, wie behalte ich den Überblick über die Lage, die Notausgänge im Auge aber auch meine Partner, Kollegen oder meine liebsten auf einer Feier in großen Menschenmengenm und wie – im Falle eines Falles – evakuiere ich diese. Weiter ging es mit zuerst harmlosen „Anmach“-Versuchen, welche dann immer weiter eskalierten, bis hin zu einem An- bzw. Übergriffe. Eher harmlose versuche zu tanzen oder zu Schunkeln wurden durch klares Statements unterbunden, wenn dies nicht funktionierte (und der Angreiffer immer noch an Dir festhing ;-)) ging es in der Eskalationsstufe weiter nach oben mit den sogenannten „soft-solutions“ im Krav Maga, also den erzieherischen Massnahmen, welche mitunter auch ein klein wenig wehtuen konnten ;-)! Weiter ging es über dem Ziehen an Haaren und Kleidungsstücken, zu den Übergriffen bzw, den sogenannten Kontaktangriffen, wie Umarmungen „bearhugs“. Hier kam unser „vunerable“-Spots-Konzept, also das benennen und traktieren verwundbarer Punkte zum Tragen. Zum Schluss wurden die Übungen noch durch die 3rd-Partie-Protection, also den Schutz dritter Personen in der „Zivil“-Courage einmal anders vertieft und im sogenannten Stressdrill durch eine Mauer aus Pratzen und simulierten Angriffen durch ausgebildete Trainer des Krav Maga Instituts vertieft.

Ales in allem ein gelungener Krav Maga Selbstverteidigungs-Event, welches auch sicher die nächsten Jahre regelmässig vor dem Karneval in Köln, bei uns und unseren Partnern vor dem Fasching in ganz Deutschland stattfinden wird.